Paritätischer Thüringen begrüßt Einigung im HuFA zur Finanzierung der coronabedingten Mehrkosten in der Eingliederungshilfe

Neudietendorf, 12.11.2021 | „Endlich. Was lange währt, wird dann wohl doch endlich gut“, zeigt sich Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen überzeugt.
Nach über einem Jahr harten Verhandlungen und Überzeugungsarbeit hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Thüringer Landtages heute die Mittel aus dem Corona-Sondervermögen des Landes für die Finanzierung der coronabedingten Mehrausgaben in der Eingliederungshilfe freigegeben. „Damit wird eine große Last von den Einrichtungen der Eingliederungshilfe genommen. Denn die Vorfinanzierung der Mehrausgaben, verbunden mit der Unklarheit, wer dafür aufkommt, hat zu vielen schlaflosen Nächten bei den Einrichtungsleitungen geführt, immerhin reden wir hier thüringenweit über eine Summe von mehreren Millionen Euro.“, so Stefan Werner weiter.

Der Weg zur Freigabe der Mittel war lang. In Gesprächen mit dem Gemeinde- und Städtebund als auch dem Thüringischen Landkreistag wurde nach Lösungs -möglichkeiten im Sinne aller Beteiligten gesucht. Daraufhin fanden Verhandlungen in der Teilhabekommission des Landes statt. Diese hat dann vorgeschlagen, Mehraufwendungen, die den bisher teil-und vollstationären Leistungsangeboten der Eingliederungshilfe in Thüringen seit März 2020 und bis einschließlich Dezember 2021 im Sachkostenbereich auf Grund der Covid-19-Pandemie entstanden sind, durch einen einmaligen, pauschalen Zuschlag im Jahr 2021 zu refinanzieren.

Die Finanzierung der coronabedingten Mehraufwendungen war für die Einrichtungen der Eingliederungshilfe ein großes Problem. Wichtig ist, dass es sich hierbei um gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandards im Zusammenhang mit der Umsetzung der Hygienekonzepte als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Leistungsangebote der Träger unter Corona-Bedingungen handelte, sprich um die Anschaffung von persönlicher Schutzausrüstung, die weit über die für einen normalen Betrieb notwendige Ausrüstung hinausgeht.
„Umso mehr freut mich der heutige Beschluss, denn damit ist die zukünftige wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Einrichtungen sichergestellt“ erklärt Stefan Werner abschließend.

 

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