Veränderung der Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen

1. Betretungsverbot:

  • Es gelten weiterhin Betretungsverbote Kindergärten für Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19-Erkrankung, insbesondere einer akuten Atemwegserkrankung oder einem akuten Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns. Der bisherige Passus über Betretungsverbote für „Personen mit jeglichen Erkältungssymptomen, wie Husten, Fieber und Halsschmerzen“ entfällt. Es gelten jedoch weiter die allgemein bekannten Regeln an Schulen und Kindergärten, dass an Infektionskrankheiten erkrankte Kinder nicht in Schulen und Kindergärten gehen dürfen. Die Entscheidung über die Betretungsverbote trifft die Einrichtungsleitung.
  • Kinder, die entsprechende Symptome während der Betreuungszeit zeigen, sind zu isolieren; die Abholung durch berechtigte Personen ist unverzüglich zu veranlassen. – Bislang galt dies auch für deren Geschwisterkinder, die symptomfrei waren. Dieser Passus wurde gestrichen.
  • Bislang war das erneute Betreten einer Einrichtung bei vorhandenen Erkältungssymptomen frühestens 14 Tage nach dem Feststellen der Symptome zu gestatten oder nach Abklingen der Symptome und Vorlage einer ärztlichen oder amtlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung. – Dies ist nun auf 10 Tage nach Symptomfeststellung bzw. 48 Stunden nach Symptomfreiheit reduziert.
  • Bei anhaltenden Symptomen ist der Zutritt mit einem höchstens 48 Stunden alten Nachweis eines negativen Corona-Tests erlaubt. Gleiches gilt für Personen mit einem ärztlichen Attest, aus dem hervorgeht, dass unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlung des Robert Koch-Instituts zu Maßnahmen und Testkriterien bei COVID-19-Verdacht eine Testung auf eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 medizinisch nicht indiziert ist. Die Regelung ersetzt das bisherige Verfahren zu ärztlichen Unbedenklichkeitserklärungen.

2. Einrichtungsfremde Personen:

  • Praktikanten ist zum Zweck der Ausbildung oder im Rahmen eines sozialpädagogischen oder erziehungswissenschaftlichen Studiums das Betreten zu gestatten, sofern diese sich bereits in einer Ausbildung oder einem Studium befinden und einen entsprechenden staatlich anerkannten Abschluss anstreben. – Diese Passage ersetzt die bisherige Regelung, in der lediglich Berufs- und Abschlusspraktika sowie praxisintegrierte Ausbildung erlaubt waren. Weiterhin ausgeschlossen sind Bewerber für Fachschulen, die als Zugangsvoraussetzung zur Aufnahme ein Praktikum von bis zu 480 h an einer Einrichtung ableisten sollen. Für diese gilt die Übergangsregelung, die ein Nachholen des Praktikums ermöglicht, fort.

3. Melde- und Dokumentationspflichten:

  • Bei einer Meldung von Verdachtsfällen sowie SARS-CoV-2-Infektion durch die Leitung an das Gesundheitsamt sind Personensorgeberechtigten sowie in den Einrichtungen tätiges Personal über die Weitergabe der Daten zu informieren.

4. Infektionsmonitoring:

  • Bestätigte SARS-COV-2-Infektionen des Personals sowie der betreuten Kinder in Kitas sind neben der unverzüglichen Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt dem TMBJS als besonderes Vorkommnis umgehend zu melden.
  • Die Meldung an das TMBJS muss folgende Informationen enthalten:
    • die anonymisierten Angaben zu der betroffenen Person oder mehreren betroffenen Personen
    • die ergriffenen Maßnahmen in der Einrichtung
    • eine Einschätzung, ob die Infektion innerhalb oder außerhalb der jeweiligen Einrichtung erfolgt ist; sowie
    • die Information über die Betreuung von Geschwisterkindern in dieser Einrichtung oder soweit bekannt anderen Einrichtungen.
  • Die Kita gibt die Meldung gegenüber ihrem Träger ab und dieser leitet sie an das Ministerium weiter.
Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen: