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Opferberatungsstelle ezra stellt Jahresstatistik 2020 vor

Am 14.04.2021 stellte die Opferberatungsstelle ezra, die Jahresstatistik des unabhängigen Monitorings rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen für das Jahr 2020 vor. Insgesamt wurden 102 rechte, rassistische und antisemitische Gewaltstraftaten im Freistaat registriert, von denen mindestens 155 Menschen betroffen waren. Das häufigste Tatmotiv bleibt Rassismus (62 Fälle / 61 Prozent), gefolgt von Angriffen auf vermeintlich politische Gegner*innen (24 Fälle / 24 Prozent).

„Im vergangenen Jahr wurden jede Woche mindestens drei Menschen Opfer rechter Gewalt in Thüringen. Damit besteht weiterhin insbesondere für Menschen, die aus einer rassistischen Ideologie als ‚fremd‘ markiert werden, ein hohes Risiko angegriffen zu werden“. (Franz Zobel, Projektkoordinator von ezra)

Die Pressemitteilung und weitere Hintergrundinformationen können Sie hier nachlesen: https://ezra.de/jahresstatistik2020/

Thüringen-Monitor 2020

 

Der Thüringen-Monitor für das Jahr 2020 widmet sich dem Thema „Politische Kultur in Pandemiezeiten“. Hierzu wurden im September 2020, 1110 Thüringer*innen befragt.

Ziel der seit dem Jahr 2000 jährlich durchgeführten Befragung der Thüringer Bevölkerung ist die Untersuchung ihrer politischen Einstellungen, ihrer Demokratiezufriedenheit und - unterstützung, ihres Institutionenvertrauens und der politischen Partizipation. Im Fokus stehen aber auch Phänomene der Demokratiegefährdung und der politischen Radikalisierung.

Kurz- und Langfassung des Thüringen Monitors 2020 können hier eingesehen werden: https://www.komrex.uni-jena.de/thueringenmonitor

„Gesprächskreis Vielfalt ohne Alternative: Anfeindungen von rechts aus den Parlamenten“

Wann: Mittwoch, den 28. April von 14:00 - 16:00 Uhr

Wo: Online über die Plattform “Zoom"

Mit: Judith Heinmüller, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Angesichts des zunehmenden Drucks aus dem parlamentarischen Raum auf Verbände, Einrichtungen und Initiativen der Sozialen Arbeit wollen wir uns im Gesprächskreis zu Hintergründen und Strategien der Anfeindungen austauschen und Handlungsoptionen aufzeigen, die einen sicheren und souveränen Umgang ermöglichen sollen.

Im Fokus des Gesprächskreises steht der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die Problemstellungen und Fragen, die die Teilnehmer*innen mitbringen.

Gemeinsam wollen wir eine Einordnung vornehmen, uns die Hintergründe und neuen Herausforderungen durch den sogenannten Kulturkampf von rechts vergegenwärtigen und unter anderem die Fragen erörtern:

Welcher Mittel bedienen sich rechtspopulistische und rechtsextreme Akteur*innen in den Parlamenten? Wie argumentieren sie? Wer ist von den Anfeindungen betroffen? Welche Möglichkeiten habe ich, mich zu schützen?

Die Veranstaltung wird eingeführt und begleitet durch die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin, die in Kooperation mit dem Paritätischen die Handreichung "Druck aus den Parlamenten. Zum Umgang sozialer Organisationen mit Anfeindungen von rechts." herausgegeben hat, die beim Paritätischen Gesamtverband heruntergeladen und kostenfrei als Print bestellt werden kann.

Zur Anmeldung: https://eveeno.com/277065498

"Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt"

Eine Initiaitve aus Verbänden, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und Soziale Psychatrie hat eine gemeinsame Erklärung verfasst, mit der im Wahljahr 2021 für eine klare Haltung geworben werden soll. Für Menschlichkeit und Vielfalt sowie eine deutliche Absage an Ideologien der Ungleichwertigkeit.

Die Erklärung soll unter Nennung der Mitzeichnenden noch vor den ersten Wahlterminen im März online auf einer Website öffentlichkeitswirksam kundgegeben werden. Bislang haben einige Verbände auf Bundesebene, darunter unter anderem die Lebenshilfe Bundesverband, die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychatrie, der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland, die Diakonie Deutschland und der Paritätische Gesamtverband ihre Unterstützung bekundet, dazu zahlreiche Vereine und Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene. Auch der Paritätische Landesverband Thüringen e.V. zeichnet die Erklärung mit.

Noch bis zum 26.02. haben Sie die Möglichkeit, die Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt mitzuzeichnen. Kontaktieren Sie dazu gern Christian Weßling, Paritätischer Gesamtverband unter .

Aktion #MehrBlumen

Am Freitag, den 5.02. um 13 Uhr findet die Aktion #MehrBlumen - kein Handschlag mit Faschisten der Vernetzung "Solidarisches Thüringen statt. Hintergrund ist das Gedenken an die Wahl Kemmerichs zur Ministerpräsidenten mit Hilfe der AfD vor einem Jahr. Die Aktion findet vor dem Thüringer Landtag statt.

 Auch wenn ein Zeichen vieler Menschen toll wäre: Bitte sehen sie von einer Teilnahme an der Versammlung in präsenz ab. Nutzen/ teilen sie gern die Live Übertragung unter folgenden Links:

https://www.youtube.com/watch?v=Cuzcd6BUkVc

https://www.facebook.com/events/993152601091343/

https://www.twitch.tv/dgbjugendthueringen

Bundesweites Infoportal Rechtsextremismusprävention geht online

Als offizielle Suchplattform des Kompetenznetzwerks Rechtsextremismusprävention schafft das Infoportal einen umfassenden Überblick über 237 wichtige Beratungs-, Bildungs- und Präventionsstellen aus der Zivilgesellschaft in Deutschland. Das Infoportal Rechtsextremismusprävention ist dabei ein Service für alle Menschen mit Fragestellungen und Anliegen beim Umgang mit Rechtsextremismus wie auch für alle professionellen Stellen, Projekte und Einrichtungen, um sich untereinander zu vernetzen, voneinander zu wissen und aufeinander zu verweisen.

save the date: Schau HIN vor Ort - Demokratiestärkung in der sozialen Arbeit – Zertifikatskurs zur / zum Beratungsmanager*in

Im Rahmen des Projektes Schau HIN vor Ort, wird ab 14.07.2021 der nächste „Zertifikatskurs zur Demokratiestärkung in der sozialen Arbeit, in Vereinen und Einrichtungen“ starten. Es geht darum für die Menschen vor Ort, Demokratie als festen Anker für ein soziales Miteinander zu setzen. Lokale Ansprechpersonen übernehmen Aufgaben zur Information, Beratung und Unterstützung. Hierzu qualifizieren wir Sie als Beratungsmanager*in

Die Qualifizierung vermittelt Ihnen praxisbezogene Grundlagen um:

  • paritätische Werte in der sozialen Arbeit mit Haltung zu vertreten
  • Informations- und Beratungsangebote zu vermitteln
  • Handlungsfähig auch in Konfliktsituationen zu sein
  • Mit Anfeindungen und Hate Speech umgehen zu können
  • kommunikationsstark und sprachfähig zu bleiben
  • diskriminierungssensibles Handeln zu stärken.

Durch die Ausbildung sollen Mitarbeitende in der sozialen Arbeit in ihrem Umgang mit Diskriminierung und menschenfeindliche Einstellungen gestärkt werden. Im Fokus steht die Reflexion der eigenen Haltung ebenso wie eine Schärfung in der Wahrnehmung demokratiefeindlicher Tendenzen. Um kompetent im Bereich Demokratiestärkung handeln zu können, erwerben die Teilnehmer*innen Wissen und Kompetenzen der Konfliktbearbeitung, Beratung und Moderation.

 Zielgruppe: (Nachwuchs-) Führungskräfte und Mitarbeiter*innen aus paritätischen Mitgliedsorganisationen und in paritätischen Unternehmen

Rahmenbedingungen: Der Zertifikatskurs umfasst 5 Module mit 100 Unterrichtseinheiten, wovon 20 Unterrichtseinheiten in Selbstlernzeit erbracht werden. Wir arbeiten auch mit digitalen Lernformaten.

Kosten: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Übernachtungs- und Verpflegungskosten werden vom Projekt finanziert. Reisekosten können über das Projekt abgerechnet werden.

Termine und weitere Informationen können Sie der savte the date-Ausschreibung entnehmen:

crowdfunding-contest für Demokratie-Projekte

Demokratie ist viel mehr als eine Staatsform, sie ist die Grundlage für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Demokratie lebt von Vielfalt, von Beteiligung und vor allem vom Mitwirken! Demokratie ist nicht selbstverständlich, Demokratie ist Selbstverständnis. Euer Selbstverständnis! Deshalb werden Ideen für gelebte Demokratie und ein besseres Miteinander gesucht.

WIE? MIT DER CROWD!

Mit einem Crowdfunding-Contest sollen Demokratie-Projekte aus ganz Deutschland gefunden, qualifiziert und finanziert werden – durch eine Kombination aus Crowdfunding und Stiftungsförderung.

WER KANN SICH BEWERBEN?

Sie sind richtig, wenn sie eine Idee haben oder ein Projekt umsetzen, welches Demokratie stärkt, indem sie in einem der folgenden Handlungsfelder aktiv sind:

  • Partizipation gestalten
  • Dialog anregen
  • Vielfalt stärken
  • Teilhabe ermöglichen
  • Transparenz schaffen
  • Demokratie vermitteln

Egal ob private Initiative, Gemeinnütziger Verein, Arbeitsgruppe einer Wohlfahrtsorganisation oder Social Start-Up – die Organisationsform spielt keine Rolle.

Die Ausschreibung zum Contest und weitere Informationen gibt es hier: https://www.jetzt-mitwirken.de/ausschreibung

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