Bundestagswahl 2021: Es kommt auf jede Stimme an!

Rund 750 Organisationen haben sich der Aktion „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“angeschlossen und setzen sich ein für hohe Wahlbeteiligung und gegen Diskriminierung
Neudietendorf, 14.09.2021| Im Endspurt vor der Bundestagswahl am 26. September rufen rund 750 mitzeichnenden Organisationen der Erklärung „WIR fürMenschlichkeit und Vielfalt“ alle wahlberechtigten Bürger*innen dazu auf, ihr Grundrecht wahrzunehmen. „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in dem gemeinsamen Text. Die Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereichder Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie haben sich der Aktionangeschlossen, um im Wahljahr 2021 ein weit sichtbares Zeichen gegen Hetze und Diskriminierung zu setzen. Sie betonen: „Wer wählen geht, stärkt die Demokratie. Es kommt auf jede Stimme an!“ Mit Sorge beobachten die mitzeichnenden Organisationen, wie versucht wird, Hass und Gewalt gegen alle zu schüren, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen. „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wieder Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung weiter. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an derTagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, so die Unterzeichnenden. Der Paritätische Thüringen hat sich der Aktion „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ ebenfalls angeschlossen. Der Landesgeschäftsführer Stefan Werner betont: „Vielfalt,Offenheit und Toleranz sind die Grundwerte des Paritätischen. Und daher treten wirfür eine demokratische, gleichberechtigte Gesellschaft ein und stellen uns gegen jede Form von Diskriminierung. Bitte gehen Sie wählen. Vor etwas mehr als 30 Jahren sind wir hier auch für freie und demokratische Wahlen auf die Straße gegangen. Diese Errungenschaft, sollten wir nutzen.“
Hintergrund: Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren. Sie reichen von Vereinen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Der gesamte Erklärungstext der Aktion und die Liste der Mitzeichnenden ist online unter www.wir-fmv.org abrufbar.

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