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Ehrenamtliches Engagement

Thüringer Rose für vier PARITÄTERINNEN: Engagement im Ehrenamt schafft ein Stück soziale Gerechtigkeit

Thüringer Rose für Petra Seidel (links), hier mit Ministerin Heike WernerEisenach/Weimar/Arnstadt/Erfurt. Der Festsaal der Wartburg ist ein Ort, der Geschichte atmet. Er erstreckt sich über die gesamte Länge und Breite des Palas der Wartburg. Seine Ausstattung ist reichhaltig, seine hervorragende Akustik prädestiniert ihn zu einem der beliebtesten Konzertsäle Deutschlands. Hier, in der guten Stube Thüringens, hoch über der Stadt Eisenach, wird jedes Jahr die Thüringer Rose verliehen. Mit der Medaille werden Menschen geehrt, die sich im Freistaat überdurchschnittlich ehrenamtlich engagieren. Vier PARITÄTERINNEN erhielten jetzt die Medaille aus den Händen von Thüringens Sozialministerin Heike Werner überreicht: Petra Seidel aus Weimar, Dr. Heide Wildauer aus Gotha, Regina Günther aus Arnstadt und Barbara Schumann aus Erfurt.


Die Thüringer Rose erinnert an das Rosenwunder der Heiligen Elisabeth, die hier auf der Wartburg wirkte und sich um die Armen in der Stadt und der Umgebung hingebungsvoll kümmerte. „Das Wirken der Heiligen Elisabeth zeigt uns, dass es zu allen Zeiten Menschen gab und immer noch gibt, die sich für andere Menschen einsetzen, denen es aus dem einen oder anderen Grund nicht gut geht, sei es, weil sie krank sind, weil sie über zu wenig Einkommen verfügen oder weil sie aufgrund einer Behinderung Nachteile in der Gesellschaft haben.“ Durch den Einsatz dieser Menschen entstehe ein Stück soziale Gerechtigkeit – damals wie auch heute. Die Preisträgerinnen und Preisträger der Thüri9nger Rose übernähmen diese Verantwortung. „Sie ermöglichen vielen Menschen mehr Teilhabe in unserer Gesellschaft.“

Petra Seidel (Weimar, Foto oben links, mit Ministerin Heike Werner) engagiert sich für Menschen, die es nicht so leicht haben im Leben. Dafür ist sie unermüdlich und ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv. Sie macht sich als Ortsteilbürgermeisterin von Weimar-Legefeld für die Belange ihrer Bürgerinnen und Bürger stark. Sie sammelt Spenden für Menschen mit Behinderungen, organisiert Benefizveranstaltungen, engagiert sich bei der Lebenshilfe und vieles andere mehr. Ganz besonders liegt ihr das „Eislaufen für Menschen mit Behinderungen“ und die Benefiz-Gala im Rahmen der Aktion „Thüringen sagt Ja zu Kindern“ am Herzen. Ihr Engagement im Weimarer Tierheim und bei der Weimarer Tafel wird sehr geschätzt. Für ihre Sache steht Frau Seidel als Stadtratsmitglied in der Fraktion „Weimarwerk" ganz rührig ihre Frau. Auch der Behindertenbeirat der Stadt Weimar profitiert von ihrem Wissen und ihren Initiativen. Für die Themen Barrierefreiheit oder Inklusion und natürlich für die Belange von Legefeld steht sie dabei besonders ein. Sozialministerin Heike Werner würdigte in ihrer Laudatio auch das Lebensmotto von Petra Seidel: „Man darf nicht immer nur an sich selbst denken, egal, wie es einem geht“ und hob hervor, dass sie trotz eigener gesundheitlicher Beeinträchtigungen stets für andere da sei. Als stellvertretende Vorsitzende der Paritätischen Kreisgruppe ist Petra Seidel ebenfalls sehr aktiv. Die Kreisgruppenvorsitzende Rola Zimmer, die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, und der Profiler des Paritätischen, Hartmut Kaczmarek, zählten zu den Gratulanten auf der Wartburg.


Dr. Heide Wildauer (links) mit Ministerin Heike WernerDr. Heide Wildauer (Gotha, Foto links mit Ministerin Heike Werner)) engagiert sich, so Ministerin Werner, in überdurchschnittlicher Weise im Ehrenamt. Mit großer Leidenschaft arbeitete sie viele Jahre im Vorstand der Thüringen Philharmonie Gotha mit. Bis zum Jahr 2015 waren sie auch Mitglied des Verwaltungsrates der Helios-Klinik Gotha. Dabei hatte sie stets das Wohl der Hilfebedürftigen im Blick. Vor allem als Vorsitzende im Kreisverband Gotha der Volkssolidarität bringt sie Ihre Kraft und Ideen ein. Unter ihrer Mithilfe konnten regelmäßige und vielfältige Angebote für die Mitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger Menschen gemacht werden, etwa Veranstaltungen zu politischer Bildung, Gesprächsrunden mit prominenten Gästen und vor allem auch Treffen, die ein gemütliches und geselliges Beisammensein ermöglichten. Das breite Angebot im Klub „Galletti“ Gotha kommt besonders einsamen Menschen zu Gute. Sie können so wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat organisierte Frau Dr. Wildauer die Kinder-Senioren-Akademie, die sich zeichnet durch eine intensive Zusammenarbeit mit zwei städtischen Kindergärten auszeichnet. Bei diesem preisgekrönten Projekt stehen neben der Wertevermittlung und auch das Verständnis für andere Kulturen im Vordergrund. Auch im Paritätischen ist Frau Dr. Wildauer aktiv – als Mitglied im Stiftungsrat der Paritätischen BuntStiftung.


Barbara Schumann (links) mit Ministerin Heike WernerBarbara Schumann (Erfurt, links, mit Sozialministerin Heike Werner) ist Vorsitzende im Kreisverband Erfurt des Schutzbundes der Senioren und Vorruheständler. Durch ihre ehrenamtliche Arbeit gewann die Unterstützung und Fürsorge für Erfurterinnen und Erfurt in im Verein zunehmend an Bedeutung, angefangen von der persönlichen Hilfe bis hin zur sinnvollen Freizeitgestaltung und Gesundheitsprävention. Der Dialog der Generationen liegt ihr besonders am Herzen, so Sozialministerin Heike Werner in ihrer Laudatio. Ihre Initiative „Mentor- die Leselernhelfer“ war eine viel beachtete Unterstützung für Schülerinnen und Schüler an Erfurter Schulen. Über besonderes Geschichtsprojekt konnten Seniorinnen und Senioren unter der Leitung von Frau Schumann ihre Geschichtserfahrungen und ihr Geschichtswissen an Förderschülerinnen und Förderschülern vermitteln. Sie war zudem maßgeblich am Aufbau kommunaler Freiwilligendienste in Erfurt beteiligt. Unter ihrer Regie ist der „Schutzbund der Senioren und Vorruheständler“ zum einem wichtigen Netzwerkpartner geworden – für die Stadt Erfurt, insbesondere das Sozialamt, die Frauenbüros oder auch den Seniorenbeirat. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Wohnungsbaugenossenschaft hat der Verein auch am Modellprojekt „Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“ mitgewirkt.


Regina Günther mit Sozialministerin Heike WernerRegina Günther (Arnstadt, Foto links mit Sozialministerin Heike Werner) war von Beginn an dabei, als darum ging, Frauen und Familien in Arnstadt eine Anlaufstelle zu bieten, sagte Ministerin Heike Werner. Sie ist seit 13 Jahren Vorsitzende des Frauen- und Familienvereins Arnstadt, in dessen Trägerschaft Frauen- und Familienzentrum ist. Es hat sich zu einem sehr wichtigen sozio¬kulturellen Treffpunkt für Frauen und Männer, Alleierziehende, ältere Menschen, Kinder und Jugendliche entwickelt. Seit 2013 gibt es dort auch das Projekt „Begegnung grenzenlos“. An festen Wochentagen werden darüber Deutschkurse für Migrantinnen und Migranten angeboten. Frau Günther ist es gelungen, für das Frauenzentrum ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Ihrem persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Angebote des Frauen- und Familienzentrums in der Öffentlichkeit so große Resonanz und Anerkennung erfahren.
Neben den vier PARITÄTERINNEN wurden außerdem noch für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Thüringer Rose geehrt: Erika Herrmanns aus Eisenach, Sonja Jirmann aus Erfurt, Renate und Peter Klose aus Sömmerda, Swen Maeder aus Frankenhain, Majon Müller-Schmieder aus Erfurt, Gerhard Pfeifenbring aus Erfurt, Rosemarie Rohrbach aus Kromsdorf und Prof. Dr. Bernd Wiederanders aus Jena-Cospeda.

Tags: Heike Werner, Heide Wildauer, Petra Seidel, Thüringer Rose, Regina Günther, Barbara Schumann

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