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Ehrenamtliches Engagement

„Wir müssen den Schwachen in den Blick nehmen“ – Paritätische Ehrenamtspreise verliehen

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Paritätischen EhrenamtspreisesNeudietendorf, 1. Dezember 2016. „Wir müssen den Schwachen in den Blick nehmen.“ Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Amerika und dem Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen in Europa ist das nach Einschätzung von Martin Kranz, Intendant der Achava-Festspiele und des Köstritzer-Spiegelzeltes in Weimar, eine der Hauptaufgaben, die sich der Politik und der Zivilgesellschaft stellt. „Die Stärke des Volkes misst sich immer am Wohl der Schwachen“, erinnerte Kranz als Festredner bei der Verleihung des Paritätischen Ehrenamtspreises an einen der wichtigsten Verfassungs-Grundsätze in Deutschland. „Dieses Mitgefühl braucht aber auch Kraft und Mut“, so Kranz weiter. Hunderttausende von Thüringern engagieren sich ehrenamtlich für die Schwachen, Kranken und Ausgegrenzten in der Gesellschaft, davon Zehntausende in den Reihen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Thüringen. Mit der Verleihung des Ehrenamtspreises wird jedes Jahr ihr Engagement gewürdigt.


Der Ehrenamtspreis ging an drei Projekte und vier Einzelpersonen:

Mit dem Managementpreis wurde das Kinder- und Jugendtheater Schotte in Erfurt ausgezeichnet. Ohne ein effektives Management wäre der Erfolg des Vereins nicht möglich, hob als Laudatorin die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, hervor. Im vergangenen Jahr gab es in der Schotte 120 Vorstellungen im Haus, 37 Gastspiele, 27 Workshops, 90 Projekt-Angebote für Schulen, drei Theaterfestivals und ein Probenlager.

Mit dem Anschubpreis „Ideenreiche Köpfe“ wurde die Kindernähstube der Thüringer Arbeitsloseninitiative Soziale Arbeit (Talisa) in Kölleda ausgezeichnet. Die Staatssekretärin im Sozialministerium, Ines Feierabend, hob in ihrer Würdigung des Preisträgers die Stärkung des Selbstbewusstseins bei den teilnehmenden Mädchen und Jungen hervor. „Sie brauchen diese Erfolgserlebnisse im Kleinen, damit sie später auch im Großen Erfolg haben.“
Gemeinsames Theaterspielen verbindet – das unterstrich der Vorstandsvorsitzende des Paritätischen, Rolf Höfert in seiner Laudatio für das Projekt „Fremd und doch so nah“ der Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le in Heiligenstadt. Das Projekt führt Flüchtlnge und Deutsche über das Medium Theater zusammen. Das Projekt erhielt den Themenpreis „Mitmenschlich in Thüringen“.

Vergeben wurden auch vier Einzelpreise.

Für sein besonderes ehrenamtliches Engagement in der Bewegungsküche in Jena wurde Alex Bernhardt mit dem Preis „Junger Star“ ausgezeichnet. Der Breakdancer aus Leidenschaft ist schon seit zehn Jahren in dem Verein tätig und hilft den Kindern und Jugendlichen, sich auch in schwierigen Lebenslagen selbst zu finden. Die Leidenschaft zum Tanz hilft ihm dabei sehr, weil er diese Leidenschaft auch an Jüngere weitergibt, so Laudator Christian Stadali, Vorstandsmitglied im Paritätischen.

Mit 76 ist sie noch topfit – und begeistert junge Mädchen fürs Tanzen: Erika Bönisch aus Großbreitenbach erhielt den Ehrenamtspreis in der Kategorie „Weise Stars“. Laudatorin Dr. Heide Wildauer, Mitglied im Stiftungsrat der Paritätischen BuntStiftung, hob ihr Engagement, ihre Zielstrebigkeit und ihre Motivation hervor, Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen.

Friedrich-Wilhelm Emmerich aus Bad Langensalza wurde als „Regiestar“ geehrt. Er hat den Landesverband von Thepra mit aufgebaut und ist seither Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins. Als Laudator hob Landesgeschäftsführeer Reinhard Müller sein hohes Engagement und seine hohe Identifikation mit dem Verein hervor, den er als sozialen Dienstleister fest in der Region verankert habe.

Der Themenpreis „Mitmenschlich in Thüringen“ ging an Franziska Steudel von der Kindersprachbrücke in Jena. Sie begleitet ehrenamtliche Paten, sich in der Kindersprachbrücke engagieren. „Sie steht ihnen mit Rat und Tipps zur Seite und vermittelt die für die Arbeit notwendige Toleranz und demokratischen Werte“, so Andreas Kotter, für den Bereich Ehrenamt zuständiger Referent im Paritätischen, in seiner Laudatio.

Darüber hinaus gab es noch zahlreiche Sonderpreise:

Sebastian Schröder, Gymnasiast aus Weimar, erhielt den Sonderpreis in der Kategorie „Junge Stars“.

In der Kategorie „Weise Stars“ gingen die Sonderpreise an
- Prof. Dr. Jochen Schröder aus Gotha für sein Engagement in der Volkssolidarität,
- Elisabeth Svoboda und Karin Marquardt für ihren Einsatz im ambulanten Holspizdienst der Volkssolidarität Südthüringen
- Edith und Heinz Wallner für ihr Engagement in der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Ilmenau
- Monika Lösel aus Neudietendorf für ihre Arbeit für die Literaturgruppe des Krügervereins

In der Kategorie „Mitmenschlich in Thüringen“ ging ein Sonderpreis an Rita und Rolf Heuck aus Craula, die jungen Geflüchteten die deutsche Sprache vermittelten.

Tags: Ehrenamtspreis, Paritätischer Ehrenamtspreis

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