verband

Der Paritätische Thüringen –
mehr als nur ein Spitzenverband.

Wissenswertes über den ParitätischenThüringen und seine Struktur, die Verbandshistorie, die unterschiedlichen Fachbereiche, Projekte und Gremienarbeit. Informationen über die Mitgliedsorganisationen und die Paritätischen  Unternehmen, die diese als wirtschaftliche Einheit, als Arbeitgeber und als Teil der Bürgergesellschaft stärken.

„Wir müssen mit unseren Aufgaben wachsen“ - Mitgliederversammlung des Paritätischen - Vorstand und Stiftungsrat neu gewählt


Der neue Landesvorstand des ParitätischenNeudietendorf, 11. November 2015. „Wir PARITÄTERINNEN und PARITÄTER haben weiter Visionen. Wir gehen aber nicht zum Arzt, sondern zu Ihnen.“ Rolf Höfert, der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende des PARiTÄTISCHEN, blickt bei diesen Worten Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) fest an. Taubert, die an diesem Tag die Glückwünsche der Landesregierung zum 25. Geburtstag des Paritätischen überbringt, hat zuvor dazu ermuntert, sich an sie zu wenden: „Ich wünsche mir, immer wieder etwas von der PARITÄT zu hören.“ Spontane Reaktion von Landesgeschäftsführer Reinhard Müller: „Das ist versprochen.“
Gleich zwei Ministerinnen der Landesregierung gratulieren dem Landesverband zu seinem 25. Jubiläum, das einen Schwerpunkt der Mitgliederversammlung bildete. In zwei Talkrunden wurde zurück- und nach vorne geblickt. Zweiter Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die Wahl des Vorstandes und des Sitftungsrates der Paritätischen BuntStiftung.

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"Am Paritätischen geht kein Weg vorbei" - Interview mit Rolf Höfert

Rolf HöfertNeudietendorf, 10. November 2015. Rolf Höfert stellt sich bei der Mitgliederversammlung des Paritätischen an diesem Mittwoch erneut als Vorsitzender zur Wahl. Der hauptberuflich als Geschäftsführer beim Deutschen Pflegeverband tätige Höfert ist seit 1991 Vorstandsmitglied und seit 2007 Vorsitzender des Paritätischen. Im Interview zieht er eine Bilanz der vergangenen Wahlperiode und blickt voraus auf neue sozialpolitische Herausforderungen der nächsten vier Jahre.

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Mitgliederversammlung am 11. November - Landesvorstand und Stiftungsrat der BuntStiftung werden neu gewählt

Neudietendorf, 3. November 2015. Der Landesvorstand und der Stiftungsrat der Paritätischen BuntStiftung werden bei der Mitgliederversammlung des Paritätischen am Mittwoch, 11. November, im Haus der PARITÄT in Thüringen neu gewählt. Zweiter Schwerpunkt des Tages ist ein Rückblick auf 25 Jahre Paritätischer in Thüringen. Dazu gibt es eine Gesprächsrunde mit Akteuren der letzten Jahre unter dem Motto „25 Jahre Paritätischer – 25 Jahre Sozialpolitik in Thüringen.“ Zu der Mitgliederversammlung kommen aus Anlass des Jubiläums gleich zwei Landesministerinnen. Sozialministerin Heike Werner wird am Vormittag ein Grußwort sprechen, am Nachmittag übermittelt die stellvertretende Ministerpräsidentin und Finanzministerin Heike Taubert die Glückwünsche der Landesregierung zum 25-jährigen Bestehen des Paritätischen. Die Grußworte des Paritätischen Gesamtverbandes überbringt Werner Hesse, der Geschäftsführer des Gesamtverbandes.

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Thüringen sagt Ja zu Kindern geht ins neunte Jahr

Die Aktion "Thüringen sagt Ja zu Kindern" geht jetzt ins neunte Jahr. Auch diesmal soll mit den Spendengeldern wieder Thüringer Kindern in Not geholfen werden. Sie können sich jetzt mit Ihrem Projekt für die Aktion bewerben. Einsendeschluss ist der 4. November 2015. Danach entscheidet eine Jury, welche Projekte in diesem Jahr aus den Spendengeldern der Aktion unterstützt werden. Näheres zu der Aktion und zu der Bewerbung einschließlich des Bewerbungsformulars entnehmen Sie bitte den Anhängen dieser Info. Die Bewerbung schicken Sie bitte an den Paritätischen Thüringen, Stichwort "Thüringen sagt Ja zu Kindern", Bergstr. 11, 99192 Nesse-Apfelstädt.

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UnternehmensWert Mensch: "Ich kann es nur weiter empfehlen"

Christian Karl kann das Projekt UnternehmensWert Mensch nur weiter empfehlenSömmerda. Das Ergebnis hat Christian Karl überrascht, aber auch gefreut: 70 Prozent der Mitarbeitenden beim ASB Sömmerda sind mit ihrer Arbeitsstelle sehr zufrieden oder zufrieden. Dem Geschäftsführer des ASB liegt die Zufriedenheit seiner Mitarbeitenden sehr am Herzen. Deshalb hat er sich auch an der Initiative „UnternehmensWert:Mensch“ beteiligt. Das Projekt geht jetzt in eine neue Runde. „Ich kann es nur weiter empfehlen“, zieht Karl im Rückblick eine mehr als positive Bilanz. „Es war eine schöne Zeit“, hat er auch Lob für die beiden Beraterinnen Sandra Eggers und Brigitte Schramm übrig, die das Projekt in Sömmerda begleiteten.

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ThEx Enterprise ruft zum GründerInnen-Marktplatz Thüringen auf

Erobern Sie den Markt
ThEx Enterprise ruft zum GründerInnen-Marktplatz Thüringen auf
Erfurt. Thüringer Gründerinnen und Gründer sollen ihre vielfältigen kreativen Ideen auf einem Thüringer GründerInnen-Marktplatz präsentieren. Dort soll den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Plattform geboten werden, ihre Arbeit darzustellen, „ihre unternehmerische Tätigkeit erzählerisch, bildhaft, akustisch oder auch interaktiv beispielhaft zu präsentieren und sich dabei mit Gleichgesinnten zu vernetzen“. So umreißt ThEx Enterprise Projektleiterin Jeannette Klein das Ziel dieser Initiative unter dem Motto „Gesicht zeigen und den Markt erobern.“
Die Aktion findet im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ statt. Bewerben können sich alle GründerInnen, die in den letzten fünf Jahren in Thüringen gegründet haben. Die besten BewerberInnen erhalten die Möglichkeit, sich zum Thüringer Gründertag am 19. November 2015 mit ihrem Unternehmen im Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) in Erfurt zu präsentieren.
„Lassen Sie sich über die Schulter schauen und geben Sie Einblicke in Ihre unternehmerische Tätigkeit. Präsentieren Sie sich und Ihr Unternehmen auf einer kleinen oder auch großen Bühne“, so Jeannette Klein. Denn an diesem Tag soll eine Marktplatzsituation nachempfunden werden, die das bunte Treiben der Akteure an und zwischen den Ständen auffängt und Unternehmertum lebendig gestaltet.
Es sollen möglichst viele Sinne angesprochen werden: „Schmecken – Riechen – Fühlen – Sehen –Hören. So sollen Kunden sensibilisiert, begeistert, gewonnen und gehalten und Kooperationen geschlossen werden“, so Jeannette Klein zu dem Konzept, für dessen Realisierung UnternehmerInnen und GründerInnen mit Beiträgen jedweder Art gesucht werden (beispielsweise Musik, Filme, Installationen, Interaktionen). Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Für die Umsetzungsideen stehen kleine und große Räume sowie mediale Aufmerksamkeit zur Verfügung. Potenzielle Kunden und Kundinnen können so angesprochen werden, außerdem können sich die GründerInnen und JungunternehmerInnen auf einer Plattform austauschen und vernetzen.
Die Bewerbungsplattform sowie weitere Informationen finden Sie unter
www.thex.de/gruendermarktplatz
Einsendeschluss ist der 20. September 2015.
Facebook-Seite: https://www.facebook.com/enterprisethueringen

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Freiwilliges Soziales Jahr: Noch Plätze frei - "Man gewinnt einen völlig neuen Blick auf die Dinge"

Neudietendorf, 21. Juli 2015. Für das Freiwillige Soziale Jahr, das am 1. September wieder anläuft, sind in Thüringen noch Plätze frei. Auch die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen bieten noch freie Plätze an. „Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist genau das Richtige für junge Menschen, die vielfältige Anregungen für die Zukunft suchen oder sich beruflich orientieren möchten“, sagt Susan Hoßfeld, für das FSJ beim Paritätischen mit zuständig. Die Einsatzstellen reichen von Erfurt über Weimar bis Gera und Nordhausen oder Sondershausen. Und die Palette der sozialen Einrichtungen, in denen die jungen Menschen während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres eingesetzt werden können, ist breit gefächert: Von der Kita über Krankenhäuser, Altenhilfe, Schulen, die Behindertenhilfe bis zu Jugendherbergen und Jugendzentren.

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25 neue Herausforderungen an die Thüringer Sozialpolitik

25 Jahre Paritätischer in Thüringen – das sind 25 Jahre lang aktiv mitgestaltete Sozialpolitik im Freistaat. „Wir verändern“ – das ist das Motto des Paritätischen. Wir stellen uns neuen Herausforderungen. Unser Ziel: Ein Freistaat, der sozialpolitisch mit an der Spitze der neuen Bundesländer steht, ein Freistaat, der alles unternimmt, um die Kluft zwischen Reich und Arm zu verringern, ein Freistaat, der sich der neuen Herausforderungen an eine Sozialpolitik, bestimmt vor allem durch den demografischen Wandel annimmt. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in allen Landesteilen muss durch die entsprechende soziale Infrastruktur gesichert werden. Vor diesem Hintergrund stellen wir unsere 25 neuen Herausforderungen an eine zukunftsorientierte Sozialpolitik in Thüringen vor. Unsere Mitgliedsorganisationen haben im Rahmen einer Umfrage zum Jahresempfang 2015 aktiv an diesen neuen Herausforderungen mitgearbeitet.

1. Thüringen muss den demografischen Wandel aktiv gestalten. Thüringen muss die Gestaltung dieses Wandels als eine Chance für das Land begreifen.

  • Der Sozialplanung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Die Gestaltung offener Hilfelandschaften ist notwendig, die aber nicht von oben verordnet werden können, sondern von unten, aus der Zivilgesellschaft heraus, wachsen müssen.
  • Begegnungsstätten, Mehrgenerationenhäuser und Bürgerzentren sind zu stärken. Insbesondere im ländlichen Raum bieten diese Anlaufpunkte für Engagement und soziale Angebote.

2. Thüringen muss eine echte Willkommenskultur entwickeln.

  • Die Integration von Flüchtlingen ist eine der zentralen Aufgaben der nächsten Zeit. Dabei muss das Augenmerk verstärkt auf die Aktivierung der Zivilgesellschaft bei der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen gerichtet werden. Weiterbildungsangebote spielen hier eine zentrale Rolle.
  • Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge müssen entsprechende Betreuungskapazitäten geschaffen werden. Ein regionalisiertes psychosoziales Versorgungssystem sollte flächendeckend angeboten werden.
  • Flüchtlingskinder brauchen auch außerhalb der Schule eine gute Betreuung. Insbesondere über die Schulsozialarbeit können wichtige Kontakte zu örtlichen Vereinen hergestellt werden.

3. Die Thüringer Kitas müssen ausgebaut und weiter entwickelt werden.

  • Die Fachkraft-Kind-Relationen sind für die jeweiligen Altersjahrgänge angemessen zu berücksichtigen.
  • Die Kita-Fachberatung muss flächendeckend angeboten werden. Das Subsidiaritätsprinzip ist bei der Verteilung der Finanzmittel zu beachten.
  • Zur Aufrechterhaltung der Kita-Versorgung im ländlichen Raum ist die gesetzliche Verankerung einer Mindestpersonaldecke von zwei Vollzeitkräften notwendig.
  • Der Ausbau der Kita-Infrastruktur in Thüringen zur Gewährleistung gleicher Bildungschancen hat Vorrang vor beitragsfreien Kita-Jahren.

4. Thüringen muss den Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft intensivieren.

  • Die UN-Menschenrechtskonvention muss der Maßstab für politisches Handeln auf diesem Gebiet sein. Das erfordert auch die dafür notwendige Ausstattung mit Personal- und Sachmitteln.
  • Kommunale Aktionspläne für mehr Teilhabe müssen zügig vorangetrieben und in allen Landesteilen umgesetzt werden.
  • Die barrierefreie Gestaltung der Lebensräume in den Kommunen muss weiter vorangetrieben werden.

5. Es braucht zukünftig Wohn- und Lebensformen, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen. Gemeindenahe Lebensräume für ältere Menschen mit Behinderungen müssen zu einer Selbstverständlichkeit werden.
6. Für bewährte Modelle zur Verbesserung der sozialen Lage in Thüringen müssen nachhaltige Finanzierungsstrukturen geschaffen werden. Diese Modelle und Projekte benötigen Planungssicherheit. PolitikerInnen, soziale Einrichtungen und Bürger der jeweiligen Regionen müssen sich darüber verständigen, was erhalten werden muss. Das geschieht nicht aus Selbstzweck, sondern dient dem Erhalt einer lebenswerten, zukunftsorientierten Zivilgesellschaft.
7. Die angespannte Haushaltslage erfordert einen gemeinsamen Dialog mit den politisch Verantwortlichen, um zukunftssichere und finanzierbare Strategien und Konzepte zu erarbeiten. Ein solcher Dialog kann nicht entlang der Kassenlage geführt werden, sondern muss auf einer fachlich qualitativen Ebene stattfinden.
8. Für eine dauerhafte Finanzierung sozialer Aufgaben ist es auch notwendig, Strukturen aufzubauen und Modell zu finden, die über die ESF-Förderperiode 2020 hinaus tragen.
9. Kommunale Familien- und Bildungspolitik sind Querschnittsaufgaben, die in allen kommunalen Planungsprozessen einen wichtigen Stellenwert haben müssen. Eine nachhaltige und weitsichtige Kommunalpolitik braucht den gemeinsamen Diskurs mit Eltern und Kindern, Vereinen und Einrichtungen, um Ideen und Projekte zur Verbesserung der Situation von Familien zu sammeln und umzusetzen.
10. Im Thüringer Bildungssystem muss jedes Kind, unabhängig von der sozialen Herkunft, die gleichen Chancen haben. Die noch vorhandene Schere zwischen Kindern aus armen und Kindern aus reichen Familien muss geschlossen werden.
11. Die Schulsozialarbeit in Thüringen ist zu erhalten und auszubauen. Die bisherigen Ergebnisse der Schulsozialarbeit sind – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – zu evaluieren.
12. Die Zukunft der freien Schulen in Thüringen muss auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden.

  • Das System der freien Schulen muss gleichberechtigt neben dem staatlichen Schulsystem stehen.
  • Die konzeptionelle Freiheit der Schulen muss verstärkt werden, beispielsweise durch Abschaffung der Lehrergenehmigung bei bereits genehmigten Schulen und deren Ersatz durch eine Anzeigepflicht.
  • Die Wartefrist für Zuschüsse muss bei denjenigen Neugründungen entfallen, bei denen sich der Schulträger schon bewährt hat.
  • Die Zukunft der Berufsschulen in freier Trägerschaft muss gesichert werden.

13. Thüringen muss die Voraussetzungen schaffen, um die Herausforderungen beim Thema Pflege zu bewältigen.

  • Der Pflegepakt muss weiter entwickelt und ausgebaut werden.
  • Die kommunalen Spitzenverbände müssen mehr an der Diskussion um die Weiterentwicklung der Pflegelandschaft im Freistaat beteiligt werden.
  • Die Aus- und Weiterbildung bei den Pflegekräften muss vorangetrieben werden. Nötig ist hier die Schulgeldfreiheit an den privaten Altenpflegeschulen. Das Schulgeld macht die Ausbildung teilweise unattraktiv und ist darüber hinaus eine Zugangsbarriere.
  • Die Tarifpartner müssen sich auf eine angemessene Entlohnung der Pflegekräfte einigen, die vor allem den Ost-West-Unterschied beseitigt.

14. Ambulant geht vor stationär. Das heißt für uns: Die erforderlichen Hilfen müssen für die Menschen dort erbracht werden, wo sie leben und ihr vertrautes Umfeld haben und wo sie in nachbarschaftliche Strukturen eingebunden sind. Es darf nicht der Normalfall sein, dass die Menschen dort hinziehen müssen, wo die sozialen Dienstleistungen erbracht werden.
15. Zukünftig ist auf Nachbarschaften zwischen Jung und Alt zu setzen. Jung braucht Alt und umgekehrt. Die Neugierde der Jugend braucht die Erfahrung des Alters.
16. Das bürgerschaftliche Engagement muss weiter gestärkt werden. Dafür sind in den Vereinen und Initiativen selbst, aber auch auf politischer Ebene, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Ehrenamtliches Engagement muss als „systemrelevant“ anerkannt und auch entsprechend finanziert werden. Hier brauchen wir einen Perspektiv-Wechsel.
17. Die Sozialwirtschaft muss stärker als bisher in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für Thüringen erkannt werden.
18. Es braucht gemeinsame Anstrengungen der Politik, der Leistungsträger und der Verbände, um den zukünftigen Fachkräftebedarf in der Sozialwirtschaft zu decken. Dem Thema Ausbildung und Qualifizierung kommt dabei eine besondere Rolle zu.
19. Die Situation der Langzeitarbeitslosen in Thüringen muss verbessert werden. Langzeitarbeitslose müssen gestützte Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten. Gemeinwohlorientierte Beschäftigung kann hier nur ein erster Einstieg sein. Entsprechend muss das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung weiter entwickelt werden.
20. Die berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Menschen mit beruflichen Einschränkungen muss verbessert werden. Sie werden allzu häufig ausgegrenzt.
21. Thüringen benötigt eine landesweit einheitliche Lösung für den integrierten Teilhabeplan (ITP) für Menschen mit Behinderungen. Land und Kommunen müssen dazu mit den Trägern gemeinsam an einem Strang ziehen...
22. Die Rahmenbedingungen für das Unterstützungssystem gegen häusliche Gewalt müssen gesichert und verbessert werden. Vor allem eine gesicherte Finanzierung ist dringend notwendig. Derzeit sind Finanzierung und Ausstattung durch die Abhängigkeit von den kommunalen Haushalten unsicher.
23. Die Bedrohung durch die synthetische Droge Crystal Meth wird in Thüringen immer größer. Neue Wege der Prävention und der Betreuung von Drogenabhängigen müssen gefunden werden. Der Aktionsplan der Thüringer Landesstelle für Suchtgefahren bietet hier einen guten Leitfaden.
24. Die Problemlage von ThüringerInnen mit hohen Schulden wird immer komplexer. In den Schuldnerberatungsstellen kommt es zu langen Wartezeiten. Das Netz der Schuldnerberatung in Thüringen muss enger geknüpft und solider finanziert werden.
25. Die Vision eines „sozialen Thüringen“ sollte zum Leitbild der politischen Entscheidungen im Freistaat werden.

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