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Fachtag „HINschauen und Haltung zeigen“ – Diskriminierende Situationen im Arbeitsalltag

"HINschauen und Haltung zeigen" – so heißt ein Fachtag des Projektes Schau HIN vor Ort. Bei dem Fachtag, der am 7. September in Neudietendorf stattfindet, geht es um diskriminierende Situationen im Arbeitsalltag und herausfordernde Situationen in der sozialen Arbeit.

Diskriminierende Situationen im Arbeitsalltag passieren immer wieder. 15 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer neigen laut jüngstem Thüringen-Monitor der Landesregierung zu rechtsextremen oder rechtspopulistischen Überzeugungen. Um derartigen Positionen entgegen zu treten, ist eine klare persönliche Haltung, aber auch eine klare Positionierung innerhalb der Organisation oder des Unternehmens notwendig. Konkrete herausfordernde Situationen in der sozialen Arbeit sollen bei dem Fachtag in vier Workshops besprochen werden. Außerdem sollen Impulse und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, wie die Paritätischen Werte Vielfalt, Offenheit und Toleranz aktiv gelebt werden können

Ablauf:

09:30 – 10:00    Ankommen/ Anmeldung

10:00 – 10:15    Rahmen/ Begrüßung durch Stefan Werner,

10:15 – 11:15    Asyldialoge und Publikumsgespräch

11:30 – 12:30    erste Workshop-Phase

12:30 – 13:15    Mittagspause

13:15 – 16:00    zweite Workshop-Phase

ca. 16:30 Uhr Ende des Fachtages

 

In den Workshops geht es unter anderem um sozialraumangelegte Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten jungen Menschen in Multiproblemlagen. Dabei werden Erfahrungen und Übungen aus dem Modellprojekt DisTanZ im Weimarer Land vorgestellt. In dem Projekt werden intensiv-pädagogische Gruppentrainings im Rahmen der Hilfen zur Erziehung mit Jugendlichen veranstaltet.

Ein zweiter Workshop unter dem Titel „Kitas beziehen Position“ beschäftigt sich mit rassistischen, neonazistischen und antisemitischen Äußerungen und Handlungen, die Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas in ihrer alltäglichen Arbeit begegnen. Mitarbeitende von Mobit, der Mobilen Beratung in Thüringen, geben einen Überblick über die Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten. Im praktischen Teil des Workshops geht es dann um die Erfahrungen, die Erzieherinnen und Erzieher bereits in diesem Kontext gesammelt haben.

Der dritte Workshop dreht sich um die Frage, wie man mit den Herausforderungen einer pluralen Gesellschaft umgehen kann. Hintergrund: Das Ideal einer offenen und fairen Gesellschaft steht mit den Bedingungen von struktureller Ungleichheit in einem Spannungsfeld. Die Aufträge sozialer Arbeit sind mitten in diesem Spannungsfeld angesiedelt. In dem Workshop sollen die Herausforderungen umrissen und Lösungsansätze diskutiert werden.

Der vierte Workshop schließlich heißt „Im Fokus von Neonazis“. Dort soll über verschiedene Methoden und Arten von rechten Einschüchterungsversuchen aufgeklärt werden. Der Workshop will aber zugleich auch Mut machen, sich gegen rechts zu engagieren und zu positionieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Der Paritätische Thüringen arbeitet seit 2013 im Sinne der Stärkung der Demokratie und Vielfalt in Thüringen im Rahmen des Projekts „Schau HIN vor Ort“ und darüber hinaus mit den Thüringer Beratungsstellen Mobile Beratung in Thüringen – Für Demokratie - gegen Rechtsextremismus, ezra – Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie dem Fachprojekt „Perspektivwechsel PLUS“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschlands zusammen. Der Fachtag wird gemeinsam mit diesen und einem weiteren Partner ausgestaltet.

Weitere Informationen finden Sie hier:https://www.parisat.de/veranstaltungskalender/eventdetail/956/hinschauen-und-haltung-zeigen

Oder in der Einladung zum Fachtag


Persönliche Beratung zu dem Fachtag: Christiane Lochner-Landsiedel, E-Mail:

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