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Kinderhilfsorganisation Unicef alarmiert: Jedes vierte Kind ist chronisch unterernährt

165 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden unter Mangelernährung. Besonders dramatisch ist die Lage in Südasien und Südafrika. Der Schaden, den die Kinder in den ersten Monaten nehmen, beeinflusst ihr ganzes Leben und die Entwicklung ihres Landes. Während in westlichen Ländern bereits Kleinkinder gegen zu viele Pfunde kämpfen, sind weltweit 165 Millionen Kinder mangelernährt. Einem aktuellen Bericht der Kinderhilfsorganisation Unicef zufolge, leidet jedes vierte Kind unter fünf Jahren weltweit unter chronischer Unterernährung.

Drei Viertel der unterentwickelten Kinder leben in Südasien oder im südlichen Afrika. Kinder aus armen Familien sind doppelt so häufig betroffen, ebenso sind die Gefahren für Kinder in ländlichen Gebieten größer als für Kinder in Städten. Ursachen für chronische Unterernährung sind zu wenig Nährstoffe sowie häufige Krankheiten, die die Kinder weiter schwächen.

Unterernährte Kinder bekommen schlechtere Jobs

Die Kinder sind zu klein für ihr Alter, aber auch die Entwicklung des Gehirns und damit der kognitiven Fähigkeiten ist häufig für immer beeinträchtigt: Der Rückstand in den entscheidenden ersten 1 000 Tagen im Mutterleib und bis zum zweiten Geburtstag lässt sich meist nicht wieder aufholen. Für jeden dritten Todesfall bei Kleinkindern ist Mangelernährung mitverantwortlich. Betroffene Mädchen und Jungen werden öfter krank. Sie gehen seltener zur Schule und ihre Leistungsfähigkeit ist reduziert. Damit haben die Kinder weniger Chancen, dem Kreislauf der Armut zu entkommen: Im späteren Berufsleben verdienen sie durchschnittlich 22% weniger Geld als ihre Altersgenossen, die als Kind ausreichend ernährt wurden.

Ernährungsprogramme zeigen Wirkung

„Unterentwicklung vernichtet das Potential von Kindern und vereitelt Chancen für die Entwicklung eines Landes“, sagt Unicef-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Die gute Nachricht ist: Wir wissen, was wirkt. Der Bericht zeigt, dass so unterschiedliche Länder wie Äthiopien, Haiti, Peru oder Ruanda mit gezielten Programmen für bessere Ernährung von Kindern bereits große Fortschritte erreicht haben.“

Der Unicef-Bericht zeigt auch, dass in den vergangenen Jahren gute Fortschritte im Kampf gegen versteckten Hunger und andere Formen der Mangelernährung erreicht wurden. In Indien leben mit 61 Millionen die meisten unterentwickelten Kinder. Dort konnte im Bundesstaat Maharaschtra der Anteil der betroffenen Kinder von 39% in 2005/ 2006 auf 23% im Jahr 2012 gesenkt werden. In Peru sank der Anteil zwischen 2006 und 2011 von 30 auf 20%, in Äthiopien von 57% (2000) auf 44% (2011).

Zusatznährstoffe und bessere Gesundheitssysteme

Erfolgreich sind demnach Länder, die gezielt in die Ernährung und Gesundheit von Müttern und Kindern investieren. Insbesondere Gesundheitssysteme müssten nachhaltig gestärkt werden, die Ausstattung von Krankenhäusern und die Ausbildung von Hebammen und Helfern verbessert werden. Darüber hinaus werden inzwischen weltweit große Mengen an Zusatznährstoffen wie Vitamine und Mineralien an schwangere Frauen und Kinder verteilt, berichtet Unicef. Mütter werden über die Vorteile des Stillens und die richtige Beikost für Kleinkinder informiert.

Der Bericht „Improving Child Nutrition. The achievable imperative for global progress“ wird am 17.04.2013 auf der Internationalen Konferenz zu Hunger, Ernährung und Klimagerechtigkeit in Dublin vorgestellt.

Quelle: http://www.focus.de

 

Kontakt

  • Ralf Schneider
    Referent Behindertenhilfe | Sozialhilferecht

  • Dr. Rainer Krüger
    Referent strategische Entgeltberatung

  • Regina Hartung
    Referentin für Gesundheit, Selbsthilfe, Suchthilfe und Psychiatrie

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