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Mehr Medikamente für kranke Kinder auf dem EU-Markt

Für Kinder gibt es seit dem Inkrafttreten der Kinderarzneimittel-Verordnung vor fünf Jahren mehr Arzneimittel auf dem EU-Markt. Die Medikamente werden intensiver erforscht und für Eltern und Ärzte stehen bessere Informationen zur Verfügung. Das geht aus einem Zwischenbericht zu Kinderarzneimitteln hervor, den die Europäische Kommission am 24.06.2013 veröffentlicht hat.

EU- Gesundheitskommissar Tonio Borg sagte dazu: "20% der Bevölkerung sind Kinder, und dennoch werden viele der ihnen verschriebenen Arzneimittel nicht gesondert für die Verwendung bei Kindern geprüft und zugelassen. Ich bin erfreut darüber, dass innerhalb von fünf Jahren Fortschritte hinsichtlich der Erforschung und der Sicherheit von Kinderarzneimitteln erzielt wurden, und ich hoffe, dass dies der Beginn eines dringend benötigten Paradigmenwechsels ist."

Die Erforschung des potenziellen Nutzens eines Arzneimittels für Erwachsene bei Kindern wurde lange Zeit vernachlässigt. Der Bericht zeigt, dass sich diese Situation derzeit ändert. Seit Inkrafttreten der Verordnung wurden 31 von 152 neuen Arzneimitteln für die pädiatrische Verwendung zugelassen. In den nächsten Jahren sind zahlreiche weitere Zulassungen zu erwarten. Außerdem verpflichtet die Kinderarzneimittel-Verordnung Unternehmen dazu, den zuständigen Behörden ihre Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit von Arzneimitteln zu übermitteln, die zur Behandlung von Kindern zugelassen sind. Seit 2008 wurden über 18.000 Studien zu etwa 2.200 Arzneimitteln vorgelegt.

Der Bericht gibt zwar Aufschluss über beträchtliche Verbesserungen bei der Entwicklung von Arzneimitteln für Kinder. Die Kommission wird die Durchführung der pädiatrischen Verordnung aber weiter überwachen und dabei auch auf einige Defizite eingehen, die bislang ermittelt wurden. Aufgrund der langen Entwicklungszyklen für Arzneimittel wird es mindestens weitere fünf Jahre dauern, bis die volle Wirkung der Rechtsvorschrift erfasst werden kann.

Quelle: http://ec.europa.eu

 

Kontakt

  • Ralf Schneider
    Referent Behindertenhilfe | Sozialhilferecht

  • Dr. Rainer Krüger
    Referent strategische Entgeltberatung

  • Regina Hartung
    Referentin für Gesundheit, Selbsthilfe, Suchthilfe und Psychiatrie

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