Foto: UNSPLASH | Dan Gold

Gesundheit und Teilhabe

Hier finden Sie Informationen und Ansprechpartner zu den Themen: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Eingliederungshilfe, Suchthilfe, Selbsthilfe, Behindertenhilfe und Psychiatrie.
Außerdem finden Sie hier Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzentwürfen und Vorhaben der Landesregierung, Handlungsempfehlungen, Qualifizierungsangebote und Unterstützungsangebote für unsere Mitgliedsorganisationen.

Foto: UNSPLASH | Dan Gold
WHO bemängelt ungesunde Ernährung vieler Menschen

Schlechte Ernährung wird nach Ansicht von UN-Experten zu einem immer größeren Gesundheitsrisiko für viele Menschen. „Ein Teil der Welt isst sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode”, warnte die Generaldirektorin der Weltgesundheits­organisation (WHO), Margaret Chan, am 19.05.2014 in Genf.

Während es in vielen Ländern weiterhin Hunger und Unterernährung gebe, stellten anderswo Krankheiten große Probleme dar, die durch zu viele ungesunde Nahrungsmittel begünstigt werden. Das verursache auch enorme Behandlungskosten, sagte sie bei der Eröffnung der 67. Weltgesundheitsversammlung.

Die WHO-Chefin kritisierte, dass immer noch Fertignahrung und Getränke mit zu hohem Zuckergehalt allgegenwärtig, bequem und billig seien. Besorgniserregend sei vor allem die Zunahme von Fettsucht unter Kindern. Chan gab die Gründung einer Sonder­kommission zur Bekämpfung von Fettsucht bei Kindern bekannt. Die Experten sollten bis Anfang 2015 Empfehlungen vorlegen.

Ungesunde Ernährung schlimmer als Rauchen

Ungesunde Ernährung stelle mittlerweile eine noch größere Gefahr für die Gesundheit dar als das Rauchen, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter. Er plädierte für ein internationales Abkommen zur Bekämpfung potenziell krankmachender Lebensmittel und Essgewohnheiten. Nötig sei eine „globale Konvention zum Schutz und zur Förderung gesunder Ernährung”.

Das höchste Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät bis zum 24. Mai unter anderem über Maßnahmen gegen die Ausbreitung nicht übertragbarer Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herzleiden oder Fettsucht. Viele solcher Gesundheitsprobleme werden durch ungesunde Ernährung begünstigt oder hervorgerufen. Die unguten Essgewohnheiten müssten genauso energisch wie der Nikotinmissbrauch bekämpft werden, sagte De Schutter.

Polio breitet sich wieder aus

Zu den größten Problemen, mit denen sich die WHO aktuell konfrontiert sieht, gehört nach Angaben Chans auch die erneute Ausbreitung der Kinderlähmung. Vor zwei Jahren sei der Erreger – das Poliovirus – nahezu weltweit verschwunden. Doch mittlerweile beobachte man wieder eine stärkere Ausbreitung. Zu den Hauptgründen gehörten die bewaffneten Konflikte in mehreren Teilen der Welt, die Impfungen erschwerten oder ganz verhinderten.

Zudem würden extremistische Gruppen in manchen Ländern Impfungen gezielt unterbinden und damit beauftragte Gesundheitshelfer gezielt angreifen. Die WHO hatte Anfang Mai gewarnt, dass sich Kinderlähmung ohne entschlossene Gegenmaßnahmen auch wieder international ausbreiten könne. Das erklärte Ziel, bis 2018 die Poliomyelitis auszurotten, könnte verfehlt werden.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de

 

Kontakt

  • Ralf Schneider
    Referent Behindertenhilfe | Sozialhilferecht

  • Dr. Rainer Krüger
    Referent strategische Entgeltberatung

  • Regina Hartung
    Referentin für Gesundheit, Selbsthilfe, Suchthilfe und Psychiatrie

Jetzt Teilen:

Der Paritätische Wohlfahrtsverband (Der Paritätische) Landesverband Thüringen e.V.
OT Neudietendorf  |  Bergstraße 11
99192 Nesse-Apfelstädt

Copyright © Der Paritätische Thüringen. Alle Rechte vorbehalten.